Flotte-Blume Service
Sie haben es eilig?
Bestellen Sie bis 15 Uhr und folgende Anbieter liefern noch heute!
Fleurop, FloraPrima und EuroFlorist
 

Blume des Jahres

Die erste Blume des Jahres wurde 1980 ausgezeichnet

Die Wildblumen sind für unsere Natur und damit auch für unsere Umwelt von großer Bedeutung. Sie sorgen für ein ausgewogenes Ökosystem und helfen Tieren, ihr Überleben zu sichern. Da das Thema Umweltschutz in den Sechziger und Siebziger Jahren eher wenig Aufmerksamkeit in der Politik und den Medien genoss, gab es eine ganze Reihe gefährdeter Blumenarten. Diesem Thema hat sich im Jahr 1979 Loki Schmidt, die Ehegattin des damaligen Bundeskanzlers Helmut Schmidt, angenommen und eine „Stiftung zum Wohle gefährdeter Pflanzen“ ins Leben gerufen. Bereits 1980 wurde die Wahl der „Blume des Jahres“ begonnen, mit der speziell auf eine bestimmte gefährdete Blumenart aufmerksam gemacht werden soll.

1980-2012 – vom Lungen-Enzian zur Heide-Nelke

Die Blume des Jahres wird regelmäßig im Oktober jedes Jahres gewählt. Im Jahr 1980 begann alles mit dem Lungen-Enzian, der fast in ganze Europa zu finden ist. Es lässt sich besonders durch seine langen, blauen und trichterförmigen Blüten charakterisieren. Durch die Intensivierung der Landwirtschaft wurde das Gewächs jedoch mehr und mehr gefährdet, so dass das es durch die Bundeartenschutzverordnung (BArtSchV) besonders geschützt wird.

Die Nachfolger des Lungen-Enzians werden nun einzeln vorgestellt:

Gelbe Narzisse (1981)

Auch als Osterglöckchen bekannt, wird die Gelbe Narzisse ca. 40 Zentimeter hoch und blüht ab März. Ursprünglich war sie nur in Westeuropa und im Westen Mitteleuropas beheimatet, wurde jedoch durch Kultivierung in zahlreiche Gebiete gebracht. Als Wildpflanze ist die Gelbe Narzisse aufgrund ihrer Seltenheit geschützt und darf nicht gepflückt werden. Sie wird als Schnitt-, Rabatten- und Heilblume verwendet.

Rotes Waldvögelein (1982)

Zugehörig zur Familie der Orchideen, erreicht diese krautige Pflanze Wuchshöhen von 20 bis zu 70 Zentimetern. Ab Ende Mai bis Anfang August zeigt die Blume in Form von rosaroten bzw. fast violetten Blüten ihre volle Blütenbracht. Das Ausbreitungsgebiet erstreckt sich von Afrika über Europa bis hin zum Kaukasus, wobei das Rote Waldvögelein besonders lichte, trockene Laubwälder bevorzugt.

Wilde Tulpe (1983)

Trotz des einfachen Namens gehört die Wilde Tulpe zur Familie der Liliengewächse, die eine Wuchshöhe von 30-45 Zentimeter erreicht. Die Blume hat im Regelfall drei Blätter und eine gelbe, glockenförmige Blüte, die nur schwach duftet. Ihr Heimatwuchsgebiet liegt in Südeuropa, welches sich allerdings durch die Kultivierung in Mitteleuropa vergrößert hat. Als einzige in Deutschland vorkommende wilde Tulpenart, findet man die Blume besonders an sonnigen Stellen, wie z.B. Weinbergen.

Sommer-Adonisröschen (1984)

Das Sommer-Adonisröschen zählt zu den Hahnenfußgewächsen und wird auch Blutauge genannt. Es blüht von Mai bis Juni und erreicht Wuchshöhen von 10 bis 20 Zentimeter, ab und zu auch noch mehr. Mit Ausnahme des Nord- und Südamerikanischen Kontinents, ist das Sommerblutströpfchen nahezu weltweit zu finden. Während die Blume früher in Deutschland als Getreideunkraut vorkam, ist sie inzwischen sehr selten geworden.

Wald-Akelei (1985)

Unter Floristen ebenfalls als Gemeine Akelei bekannt, bezieht sich der Name dieser medizinisch bedeutsamen Blume auf das Wort Adler. Durch ihre langen Blätter kann die, zur Familie der Hahnenfußgewächse zählende, Pflanze nur von Insekten mit einem langen Rüssel bestäubt werden. Ihre Wuchsgebiete erstrecken sich von lichten Eichen- und Buchen-Mischwäldern bis in den heimischen Garten. In Deutschland steht die Wald-Akelei unter besonderem Schutz.

Arnika (1986)

Zur Gattung Arnika zählen ca. 30 verschiedene Arten, die allesamt unter Naturschutz stehen. Die aromatisch duftende, krautige Pflanze blüht von Juni bis August und bevorzugt saure und magere Wiesen. Ihr Verbreitungsgebiet ist ziemlich groß: von den Alpen sowie Pyrenäen bis zum Balkan und nach Norden bis Südskandinavien und ins Baltikum. Eine herausragende Rolle nimmt die Arnika als Heil- und Arzneipflanze ein. So wirken ihre Blüten entzündungshemmend und antiseptisch.

Stranddistel (1987)

Eine sehr exotisch anmutende Blume ist die Stranddistel, welche in den Küstenregionen Europas auf nährsalzhaltigem Sandboden (Weißdünen) beheimatet ist. Sie wird bis zu 40 Zentimeter hoch und kommt meistens in Gruppen vor, oftmals in Kombination mit Strandhaferbüscheln. Mit ihren kräftigen und zwei Meter langen Pfahlwurzeln ist sie fest im Erdreich verankert. Trotz ihrer gefährlichen Anmutung steht das Meer-Mannstreu auf der roten Liste gefährdeter Arten.

Sumpf-Calla, Drachenwurz (1988)

Die „Blume des Jahres“ 1988, auch Sumpf-Calla genannt, kommt vor allem in Südeuropa vor und blüht von Mai bis Juni. Dank ihrer Artenvielfalt, findet man auch in gemäßigten bis subarktischen Gebieten zahlreiche Exemplare, so z.B. in Eurasien und Nordamerika. Der Drachenwurz wächst an Fließ- sowie Stillgewässern und auf feuchten Wiesen, ist in Deutschland aber aufgrund des Rückgangs der Feuchtgebiete gefährdet. Ähnlich wie viele andere Aronstabgewächse ist auch die Sumpf-Calla giftig.

Karthäuser-Nelke (1989)

Besser bekannt unter dem Namen Steinnelke findet sich diese Art in vielen heimischen Gärten und Klöstern. Die in letzteren lebenden Mönchen nutzen die seifigen Bestandteile der Pflanze, um aus ihnen Mittel gegen Muskelschmerzen und Rheuma herzustellen. Die Blütezeit ist zwischen Juni und September, wobei diese Nelkenart besonders Kalk- und Silikat-Trockenrasen bevorzugt. Auch auf die Briefmarkenserien „Blumen“ der deutschen Post hat es die Steinnelke bereits geschafft.

Berg-Sandglöckchen (1990)

Den Titel „Blume des Jahres“ erhielt das violette Glockenblumengewächs unter anderem deshalb, um auf ihre Seltenheit und den beschränkten Bestand aufmerksam zu machen. Obwohl sie in den verschiedensten Gebieten (gebirgige Lagen als auch Nord- und Ostseeküste) wachsen kann, ist die Berg-Sandrapunzel in Wien beispielsweise bereits ausgestorben. Insgesamt erreicht die Blume Wuchshöhen von 20-60 Zentimeter und hat bis zu einen Meter lange Wurzeln.

Rosmarinheide (1991)

Auffällig geworden ist diese verholzende, immergrüne, ausdauernde Pflanze durch ihre Giftigkeit. So sind bei Weidetieren als auch Menschen, die Honig aßen, welcher aus der Rosmarinheide hergestellt wurde, Vergiftungen aufgetreten. Die 15-30 Zentimeter hohe Pflanze findet sich in Deutschland vor allem in Bayern, Baden-Württemberg und den norddeutschen Moorgebieten wieder. Die Blütezeit ist von Mai bis Juli, wobei das Pflänzchen besonders an offenen, kalkarmen Standorten vorzufinden ist.

Rundblättriger Sonnentau (1992)

Viele Namen zieren dieses Sonnentaugewächs: Herrgottslöffel, Himmelslöffelkraut, Himmelstau und viele weitere. Das interessante sind die Fangblätter mit bis zu 200 feinen rötlichen Tentakeln, die an ihren Enden ein klebriges Sekret ausscheiden, welches zum Insektenfang benutzt wird. Die Pflanze verdaut nach einem Fang bis auf den Chitinpanzer das ganze Insekt, was mehrere Tage dauern kann. Das Verbreitungsgebiet ist vorwiegend die nördliche Halbkugel und dort in Mooren oder Feuchtgebieten.

Schachbrettblume (1993)

Die Natur zaubert immer wieder optische Meisterwerke, zu denen auch die Schachbrettblume zu zählen ist. Diese ausdauernde, krautige Pflanze wird zwischen 15-20 Zentimetern hoch und besitzt dreizählige, nahezu duftlose, glockenförmige Blüten. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich über den atlantisch-mediterranen Bereich, in Deutschland in Naturschutzgebieten und vereinzelnd in Gärten. Die Blume ist giftig und wird besonders vor dem Ausstreben geschützt.

Breitblättriges Knabenkraut (1994)

Optisch ein wenig eigensinnig ist diese Orchideenart, die auch unter dem Namen Breitblättriger Fingerwurz bekannt und vor allem auf ungedüngten Feuchtwiesen beheimatet ist. Der Blütemonat ist der Mai. Auffallend ist das häufige Auftreten in Pflanzengesellschaften, mit denen die Blume auf stickstoffarmen feuchten bis nassen Wiesen gedeiht. Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich in Europa unter anderem von den Pyrenäen bis zum Baltikum.

Trollblume (1995)

Gar nicht entsprechend ihrem Namen ist das Goldköpfchen nicht trollig, zumindest nicht nach der neudeutschen Interpretation des Wortes. Im Altdeutschen allerdings bedeutet „troll“ kugelrund, was auf das bis zu 60 Zentimeter hohe Hahnenfußgewächs zutrifft. Früher wurde sie gegen Skorbut eingesetzt und wächst am besten auf nährstoffreichen, dauerfeuchten Böden in Teich- oder Bauchnähe und auf Höhenlagen von bis zu 3000 Metern.

Echte Küchenschelle, Kuhschelle (1996)

Diese lilafarbene Blume ist eine typische Trockenpflanze und wächst in der Blütezeit (März bis Mai) bis zu 15 Zentimeter hoch. Da die Blüte im halbgeschlossenem Zustand glockenartig aussieht, kam sie zu ihrem Namen Kuhschelle. Das Wachstumsareal erstreckt sich von West- bis Mitteleuropa, wobei die Blume in Deutschland größtenteils nur im Mittelgebirgsraum vorkommt. Die Pflanze hat vielfältige Eigenschaften – so ist sie Zier-, Heil- aber auch Giftpflanze zugleich.

Silberdistel (1997)

Prägend für den Alpenraum und bestimmt schon jedem Wanderer einmal begegnet, ist die Silberdistel. Dieser stängellose Korbblütler mit silbrig weißen Blüten entfaltet seine ganze Pracht von Juli bis September und bevorzugt Magerrasen auf basenreichen Böden. Neben der schönen Optik wird die Silberdistel in der Volksheilkunde als Grippemittel, gegen Greisenbrand und als harntreibendes Mittel verwendet.

Krebsschere, Wasseraloe (1998)

Im Jahr 1998 hat es eine Wasserpflanze zum Titel „Blume des Jahres“ geschafft. Dabei wird die, zur Familie der Froschbissgewächse zählende, Krebsschere bis zu 40 Zentimeter hoch und erinnert mit ihrer trichterförmigen Wuchsform an die Aloe, daher auch der Name Wasseraloe. Die Art ist von Kontinentaleuropa bis nach Westsibirien zu finden und wächst in warmen, windgeschützten, schlammigen und meist stehenden Gewässern. In Deutschland kommt sie im Raum Bremen vor.

Sumpfdotterblume  (1999)

Ein weiterer Vertreter der Hahnenfußgewächse ist die Sumpfdotterblume, welche in feuchten Arealen zu finden ist. Die auffallenden gelben Blüten erscheinen von März bis April/Juni, wobei Wuchshöhen von 15-60 Zentimetern erreicht werden. Das Vorkommen erstreckt sich von Europa über Nordamerika und Asien, wobei die Gebiete rings und den Nordpol liegen. Durch zunehmende landwirtschaftliche Nutzung wurde die Sumpfdotterblume aus dem Landschaftsbild Deutschlands immer mehr entfernt, findet sich heute aber in zahlreichen Gärten mit Teichanlagen wieder.

Pupurblauer Steinsame (2000)

Mit fachlichem Namen auch Blauroter Steinsame bezeichnet, erreicht diese krautige Pflanze Wuchshöhen von 20-60 Zentimeter und blüht von April bis Juni. Ihren Namen verdankt die Blume der Tatsache, dass die Blüten zunächst rot-violett und sich dann im Verlauf der Blütezeit nach Blau hin verändern. Die Blume gedeiht besonders gut in trockenwarmen Wäldern und kommt in Süddeutschland in wärmebegünstigten Tallagen vor.

Blutroter Storchschnabel (2001)

Die prächtige lilafarbene Blüte und die im Herbst blutroten Stängel sind die auffälligsten Charaktermerkmale des blutroten Storchschnabels. Zur Gattung der Storchschnabelgewächse zählend, blüht diese Pflanze von Mai bis September und ist vorwiegend im subozeanischen Europa beheimatet. Wie auch viele andere „Blumen des Jahres“, ist der Blutrote Storchschnabel stark gefährdet und steht auf der roten Liste Sachsens.

Hainveilchen (2002)

Ein bekannter und weit verbreiteter Vertreter der Veilchengewächse ist das Hainveilchen, welches zwischen April und Juni blüht. In ganz Deutschland und Teilen Europas (außer den alpinen Regionen) trifft man besonders in Laubwäldern auf diese Blume, die im Verbund mit Birken, Eichen und Hainbuchen wächst. Zudem ist es auf Magerrasen und in lichten Gebüschen beheimatet und nicht vom Ausstreben gefährdet.

Kornrade (2003)

Früher war diese Blume auch bekannt unter dem Namen Ackerrade, da sie vermehrt als Wildkraut in Äckern zu finden war. Seit der Modernisierung der Landwirtschaft ist sie inzwischen sogar gefährdet. Ihre Blütezeit ist von Juni bis August, in der sie eine Wachstumshöhe von bis zu 100 Zentimetern erreicht. Die Blume bildet jeweils fünf violette Blütenblätter aus, die symmetrisch angeordnet sind. Sie wird gerne auch als Zier- und Heilpflanze verwendet.

Alpenglöckchen (2004)

Wie der Name schon sagt, ist diese, zu den Primelgewächsen gehörende, Blume in den europäischen Gebirgen beheimatet. Insgesamt existieren 16 Arten und vier Unterarten des Alpenglöckens, wobei alle zu den immergrünen oder sommergrünen, ausdauernden, krautigen Pflanzen gehören. In Deutschland ist das Pflänzchen geschützt und wird gerne als Zierblume in Steingärten gezüchtet. In seltenen Fällen sind die Blüten auch mal weiß anstatt violett.

Großer Klappertopf (2005)

Laut botanischer Einordnung gehört der Große Klappertopf zu den Sommerwurzgewächsen und erreicht eine Wuchshöhe von 20 bis 60 Zentimetern. Zu ihrem speziellen Namen kam die Blume, da die Samen in den reifen Früchten der Blume klappern, wenn sich diese z.B. durch einen Windzug bewegt. Zwischen Juni und September kann man die sehr artenreiche Blume auf Wiesen, Halbtrockenrasen, Wald- und Gebüschsäumen finden.

Wiesenschaumkraut (2006)

Einen sehr großen Verbreitungsraum hat das Wiesenschaumkraut, welches man in weiten Teilen der nördlichen Halbkugel findet und zu den häufigsten Pflanzenarten in Mitteleuropa zählt. Besonders zwischen Ende April und Mitte Mai dominiert die weißliche bis leicht violette Blume das Erscheinungsbild von nährstoffreichen Feuchtwiesen. Die Pflanze hat eine große Bedeutung für die Synökologie und fungiert beispielsweise als Nahrungspflanze für die Raupen des Aurorafalters.

Bach-Nelkenwurz (2007)

Mit einer durchschnittlichen Wuchshöhe von 20-60 Zentimetern ist der Bach-Nelkenwurz gut in den Feucht- und Nasswiesen zu erkennen. Darüber hinaus erstreckt sich ihr Vorkommen auf Ufer, Gräben, Auwälder und anderen feuchten Wälder. Die schwach giftige Pflanze ist in ganz Europa (bis auf den Mittelmeerraum) vertreten und dringt in den Alpen bis auf Höhen von 2000 Metern vor, wo sie zwischen April und Juli blüht. Zudem wird sie als Heilpflanze verwendet.

Nickende Distel (2008)

Diese lustig klingende Blume gehört zu den zweijährigen, krautigen Pflanzen und erreicht Wuchshöhen von 30 bis 100 Zentimetern. Die Früchte sind sehr ölreich und bilden sich zwischen September und Oktober aus. Das Wachstumsareal ist vor allem der Mittelmeerraum und dort häufig in offenen Wildkraut-Gesellschaften. Die sehr artenreiche Nickende Distel ist auch als Bisamdistel bekannt und gehört zur Familie der Korbblütler.

Gemeine Wegwarte (2009)

Die „Blume des Jahres“ 2009 wird auch Zichorie genannt und wächst bevorzugt an Wegrändern und in Trittpflanzengesellschaften in ganz Mitteleuropa. Mit einer extremen Wuchshöhe von 140 Zentimetern überragt diese Blume viele kleinere Pflanzen und blüht von Juni bis Oktober. Der Blütenkopf besteht lediglich aus blau-violetten Zungenblüten. In Gebirgen dringt die Gemeine Wegwarte in Höhen von bis zu 1500 Metern vor und gedeiht auf frischen bis eher trockenen, nährstoffreichen Böden am besten.

Sibirische Schwertlilie (2010)

Ein wahres Meisterwerk ist der Natur bei der Kreation der Sibirischen Schwertlilie gelungen. Diese besonders prachtvolle Blume blüht von Mai bis Juni und besticht durch ihre blau bis blauvioletten Blüten. Ihr Vorkommen erstreckt sich von West-Sibirien bis zum Altai und im gemäßigten bis warmgemäßigten Europa. Sie wird zudem als Zierpflanze in verschiedenen Variationen gezüchtet und für Gewässerufer, Rabatten und Naturgärten genutzt.

Moorlilie (2011)

Sehr selten anzutreffen ist die Moorlilie, welche nur in den atlantischen Klimaregionen der küstenbegleitenden Tiefländer Mitteleuropas zu findet ist und dort in kleinen Populationen vorkommt. Aus diesem Grund wird die ausdauernde, krautige Pflanze in Deutschland besonders geschützt. Ihre Blütezeit ist zwischen Juli und August. Sie trägt auch den Namen Beinbrech, da sie früher für Knochenbrüche an Weidetieren verantwortlich gemacht wurde.

Die Blume des Jahres 2012 – die Heide-Nelke

Die Heide-Nelke gehört zu den Nelkengewächsen und steht in Deutschland unter Naturschutz. Ihre Wuchshöhe beträgt zwischen 10 und 40 cm, wobei die Kelchblüte selbst eine Höhe von 12 bis 18 mm erreichen kann und in einer aufgesetzten Granne endet. In Deutschland weist die Pflanze eine recht große Verbreitung auf, wohingegen sie in Amerika nur eingeschleppt vorkommt. Die Heide-Nelke ist eine Futterpflanze für die Karthäusernelken-Kapseleule, bei der es sich um eine Schmetterlings-Unterart handelt. Die Blume des Jahres 2012 steht in einigen Bundesländern zudem auf der Roten Liste der Gefäßpflanzen. Damit dürfte die Heide-Nelke ein würdiger Nachfolger für die anderen Preisträger sein und die Aufmerksamkeit im Hinblick auf ihre Gefährdung ist ihr zumindest in diesem Jahr gewiss.

Bildquellen: Michael Beat; tobstone; endless autumn; Nuuuuuuuuuuul; dorena-wm; blumenbiene; Irßlinger Fotografie; Frank.Vassen @ flickr