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Zu viel Wasser im Garten – wenn der Rasen zum Sumpf wird

veröffentlicht am 02.10.2011

Der Sommer ist nass, viel zu nass. Was im Frühjahr teilweise an Regen gefehlt hat, scheint jetzt doppelt und dreifach vom Himmel zu kommen. Da ertrinkt so manches Blumenbeet regelrecht. Nun kommt es selbstverständlich auch auf die Bodenbeschaffenheit an sich an, sprich wie viel Wasser der Boden aufnehmen kann, und wo das Beet liegt. Ganz kritisch sind beispielsweise Hanglagen. Wie bitte? Am Hang soll sich Wasser stauen? Nein, nicht am Hang selbst, aber der Hang ist ja irgendwann zu Ende und geht in eine ebene Fläche über.

Wohin mit dem Wasser?
Und genau hier kann es zu Problemen kommen. Hat man zum Beispiel einen Garten direkt am Bergende, so passiert es leicht, dass das vom Berg ablaufende Wasser sich dort sammelt und die Erde aufweicht. Der Rasen und alle anderen mühsam gesetzten Pflanzen bekommen dann selbst bei längerer Trockenheit durchgängig nasse Füße und abgesehen von einigen Robustarten verträgt das kaum ein Gewächs auf lange Sicht. Nun gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder man verzichtet auf den Garten und lebt mit dem „Feuchtgebiet“ vor der Tür, oder man dreht dem Wasser im Garten buchstäblich den Hahn ab. Letzteres ist mit einem nicht unerheblichen Aufwand an Arbeit verbunden, doch am Schluss hat man einen Garten, den man auch ohne Gummistiefel betreten kann. Also ran an’s Werk.
Das Zauberwort heißt Drainage. Dabei verlegt man Drainagerohre im Kiesbett (Kies deshalb, damit das Rohr und dessen Schlitze nicht mit Erde und Schlamm verstopft werden). Diese Rohre verhindern dann, dass sich Wasser sammelt, weil es nicht abfließen kann. Natürlich sollte man eine Entleerungsmöglichkeit für die Drainage berücksichtigen, denn das dort ablaufende Wasser muss ja irgendwo hin fließen. Ein leichtes Gefälle der Rohre muss daher mit einkalkuliert werden. Was nun so einfach klingt, ist in der Realität je nach Boden und Größe ziemlich aufwendig, aber es lohnt sich allemal. Um eine Drainage verlegen zu können, muss man auch nichtzwingend vom Fach sein. Ein, zwei Paar helfende Hände und etwas handwerkliches Geschickt genügen.

 

 

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