Die verschiedenen Fallen der Karnivoren Teil I

veröffentlicht am 12.06.2011

Bei den Karnivoren unterscheidet man grundsätzlich fünf verschiedenen Fallentypen, deren Kategorisierung von der Fähigkeit der Pflanze, sich in Verbindung mit dem Fangen und Verdauen ihrer Beutetiere aktiv zu bewegen, abhängt.

Die Klebefallen
Dieser Fallentyp funktioniert, wie der Name schon vermuten lässt, mittels klebrigen Sekrets. Dieses tritt über Drüsen an den Tentakelspitzen der Blätter oder auf den Blättern selbst aus, lockt das Insekt erst an und verhindert dann, dass das Beutetier entkommen kann. Anschließend ausgeschüttete Enzyme setzen den Verdauungsprozess in Gang. Einige Arten vertrauen allerdings auf Wanzen, die die Beute aussaugen und über deren Ausscheidungen die Pflanze an die Nährstoffe gelangt. Zu den Klebefall-Typen gehören unter anderem der Sonnentau, das Taublatt und die Schusspflanzen. Letztere sind zugleich die größte Gattung der fleischfressenden Pflanzen.

Fleischfressende Pflanzen

veröffentlicht am 09.06.2011

In Filmen – gerade in Fantasy-Filmen – werden sie oft als regelrechte Monster, die alles verschlingen und dank ihrer unglaublichen Größe selbst vor Menschen nicht Halt machen, dargestellt. Doch fleischfressende Pflanzen haben in der Realität nichts oder nur sehr wenig mit ihren „Leinwandkollegen“ gemeinsam. Die auch Karnivoren oder Insektivoren genannten Pflanzen wachsen oft in Mooren, tropischen Tafelbergen und Regenwäldern oder auf blanken Felsen und müssen mit der „Fleischbeilage“ ihren Mineralstoffbedarf decken. Sie vertilgen jedoch in aller Regel Einzeller oder Gliedertiere, können aber auch je nach Pflanzengröße kleinere Nager oder Frösche verdauen.

Ungewöhnliche Herausforderungen erfordern ungewöhnliche Maßnahmen
Um diese Tiere fangen zu können, müssen fleischfressende Pflanzen Fallen produzieren, was sehr anstrengend ist, weil diese Fangblätter weit weniger gut zur Photosynthese dienen als Laubblätter (weshalb Karnivoren extrem sonnige Standorte brauchen). Das ist auch der Grund, warum Karnivoren langsamer wachsen als herkömmliche Pflanzen. Diesem Umstand verdanken sie es schließlich, dass sie an nährstoffreichen Standorten von anderen, schneller wachsenden Pflanzen verdrängt werden und sich so in Gegenden zurückziehen müssen, in denen andere Konkurrenten wegen des Nährstoffmangels keine Chance hätten. Sie haben sich folglich Lebensräume erobert, die schon beinahe lebensfeindlich anmuten wie zum Beispiel die auf Neufundland beheimatete Sarracenia, die selbst eine hohe Schwermetallbelastung im Boden gut verkraftet, oder die Wasserschläuche, denen selbst die radioaktive Belastung in den Abklingbecken eines abgeschalteten Atommeilers nichts ausmacht. Diese Widerstandsfähigkeit erlaubt es den Karnivoren, überall auf der Erde zu existieren, mit Ausnahme der Antarktis. Hierzulande gibt es sage und schreibe 16 Arten.
Im nächsten Beitrag geht es um die verschiedenen Fallentypen und wie welche Pflanze an ihr „Lebendfutter“ kommt.

Stiefmütterchen – nicht nur schön anzuschauen

veröffentlicht am 04.06.2011

Man kennt sie als pflegeleichte und lange blühende Beet- und Topfpflanzen, die genügsam sind und in vielen Farben und Größen ihre Besitzer erfreuen. Doch die Stiefmütterchen können noch weit mehr als nur gut aussehen. Besonders das wilde Stiefmütterchen, die Viola tricolor L, hat noch eine ganz andere, sehr angenehme Eigenschaft: es heilt. Diese zu den Veilchengewächsen gehörende Pflanze wird schon seit langem in der Naturheilkunde eingesetzt – vor allem als Tee.

Lavendel

veröffentlicht am 04.06.2011

Er wächst so gut wie überall, riecht angenehm, kann als Würze für verschiedene Gerichte verwendet werden und findet auch in getrockneter Form als „Motten-Mittel“ in unseren Kleiderschränken Verwendung: der Lavendel. Die Pflanze, die zu den Lippenblütlern gehört, stammt eigentlich auch dem Mittelmeerraum, fühlt sich aber auch in unseren heimischen Gefilden ziemlich wohl. Meist wächst er in deutschen Gärten als sogenannter Halbstrauch und verbreitet so seinen charakteristischen Duft. Dieser Duft, so sagt man, macht ihn auch bei Rosenliebhabern zu einem gern gesehenen Nachbarn ihrer Rosen, denn der Lavendel hält Blattläuse fern.

Der Buchsbaum

veröffentlicht am 04.06.2011

Buchsbaum in KugelformDer liebevoll Buchs und fachlich korrekt Buxus sempervirens genannte (gewöhnliche) Buchsbaum kommt aus Westasien, Nordafrika sowie Mittel- und Südwesteuropa. Das immergrüne Gewächs wird bis zu acht Meter hoch, bleibt aber in unseren „kultivierten“ Gärten meist auf Strauchhöhe.